Steinbruch

Ex-Meta
Polyfiktion
Trennungsspannung
Domino-Trennung
Pollysion
Netzfürsorge
Netzangst
Peripherie
Centerkül
Meta über Bande
Couplehülle
Monostalgie
Couple-Protection
Triplesupport
Unthink Eifersucht
Netz-Awareness
Awarenetz
Non-Awarenetz
Billiard-Effekt
Heartganismus
beide_beide
Bezogenheit
Polyfragilität
Polystasis
Push_allianz
Pushing Partner
Köder Partner
Metatrennung
Starting Partner
Poly-Experte
Herum-Kristallisieren
Hinein-Kristallisieren
Queue (Rolle)
Pivot (Rolle)
Post-Scheidungsgeneration
Flow-Cheating
Polyxperiment
Metakameradschaft
V Ping-Pong
Spiegelflügel
Beziehungschach
Gleichstrom/Wechselstrom
Atoll-Beziehungsnetz
Entlastungs-Wir
Trennungs-Echo
Metallusion
Trennungs-Metasupport
Trennungsglow
Post-poly
Mono by choice
Hinausbegleitungs-Metaamour

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Vertauscht

Du bist die Räuberleiter auf mein Podest.
Ich will hinunterspringen, doch du fängst mich auf.
Rauf, lauf hinauf und zurück, mein Herz.

Du glaubst an mir herauf,
Ich glaub auf dich hinab.
Herzblind sind wir beide beide.

Ich bin belanglos für dich,
nur Moment unter Momenten.
Ich bin da, wenn du da bist,
mit meiner Liebe allein.

Du bist, ich bin,
ein Kreislauf aus Befremden.
Berauscht von euren beiden Händen.

Täuschung kommt von Tauschen.
Ihr vertauscht mich.
Und zwischen euch ist kein Platz für ein großes Ganzes.

Ich vertausche euch und täusche mich selbst.
Und wieder und wieder und wieder.

Und jetzt sind nur noch Bauklötze, wo früher mal Familie war.
Wo früher nie Familie war.

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Dich & dich

Mein Leben, das ist leer,
wer sind die ganzen Menschen hier?
sie strömen durch die leeren Gänge,
als suchten sie nach dir und dir.

Wie ein Wollknäul umspinnt mich der Wind,
er ist kein Kokon und kein Tier,
ein Fädchen nur das hält mich fest,
steh neben mir und dir und dir.

Roter Schatten in den Augenwinkeln,
Zitronenhauch grad warst du hier,
legt beides sich wie Salz aufs Herz
nur Träne träumt von dir und dir.

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Ginster

Der Abend kam vom Strand hinauf
im Herbstwind rückt man besser nah
durchs hohe Gras schleicht ein Moment
und plötzlich sitzt du da

Wenn der Ginster blüht, dann halt am Feuer wacht
Ein traumschönes Lied weht durch die Nacht

Deine grünen Augen funkeln
und dein Mund der schmeckt nach Rauch
aus dem tannen schwarzen Dunkel
bist auf einmal aufgetaucht

Mondlicht fällt ins Glas
Deine Augen Doppel Sterne
So liegen wir im Gras
Schöne hab‘ dich ganz schön gerne

Wenn der Ginster blüht, dann halt am Feuer wacht
Ein kühler Luftzug weht durch die Nacht

Deine Hand streicht mir durchs Haar
nach Thymian schmeckt mir mein Tee
ein Baum ein Baum ein Wald ein Meer
ob ich dich morgen wieder seh‘?

Schwarz vor Augen, Hände zittern,
Dein heißes Flüstern noch im Ohr
frag mich wo ist der Boden hin?
das kommt mir plötzlich komisch vor

Wenn der Ginster blüht, dann nimm dich in acht
Ein Geisterwind weht durch die Nacht

Und am ander’n Morgen
tau schreck aufgewacht

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Zeilen

Ist es nicht Zeit, daß wir liebend
uns vom Geliebten befrein und es bebend bestehn:
wie der Pfeil die Sehne besteht, um gesammelt im Absprung
mehr zu sein als er selbst. Denn Bleiben ist nirgends.

Und wenn Du Dich getröstet hast,
wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Wir kennen den Kontur
des Fühlens nicht: nur, was ihn formt von außen.
Wer saß nicht bang vor seines Herzens Vorhang?

Lasst jedem seinen eignen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not.

Errichtet keinen Denkstein. Laßt die Rose
nur jedes Jahr zu seinen Gunsten blühn.
(Denn Bleiben ist nirgends.)

Wenn etwas uns fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selber mit fortgenommen.
Nun gilt’s, dass wir uns wiederfinden,
reicher um alles Verlorene und vermehrt um jenen unendlichen Schmerz.

Denn Bleiben ist nirgends.

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Memento (von Mascha Kaleko)

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
Und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
— Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muss man leben.

Mascha Kaléko
(danke Bettina)

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Dazwischen Stille

Ich kann ihn nicht sehen
den Bären, den Wolf,
die Schreckgestalt,
die ich dir bin.
Im Auge des Sees
schwarz spiegelt darin
das Auge des Sturms
sich im Sinn.

Lass den Wind verlöschen
und im Regen verwehn,
im Bau sich
das Feuer versteckt.
Die Augen geschlossen
knistern verstimmt
die Tropfen im
Silbergespinn.

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