nicht drüber reden,
drüber hinweg reden, abends weg gehen, flanieren, browsen,
sovieles bleibt ungesagt, bis zur wiederentdeckung,
spiegelbild,
schamhaft um die ecke blicken, tasten, tippen,
die bildschirme zaghaft erröten lassen,
virtuelle trampelpfade graben, spärlich beleuchtete zeilen gehen, seiten legen,
sich sätze entlang hangeln, sich frei schwimmen, ohne worte – aber niemals sprachlos
November 9, 2009
Kategorien: Gedanken, Poesie . . Autor: nicolaieckerlein . Kommentare: 2 Kommentare
In Hof scheint weiß der herbstlich Mond
der im Hof weint
wer weint im Hof?
Vom Dachrand fallen phantastische Schatten.
in den Fallen warten sie wach
vom Dach scheint weiß der herbstlich Mond
Ein Schweigen in leeren Fenstern wohnt;
schweigend trohnt
vom Dach fällt weiß der herbstlich Mond
Da tauchen leise herauf die Ratten
ab tauchen die Schatten,
in ihren augen funkelt weiß der herbstlich Mond
Und huschen [...]
Oktober 18, 2009
Kategorien: Chep Canario, Janosch, Poesie . . Autor: nicolaieckerlein . Kommentare: Kommentar schreiben
Schnuppern,
kuscheln,
tasten,
schmiegen,
schnurren,
und lange in die augen schauen
deinen geruch aufsaugen
deinen körper spielerisch erkunden
ohne worte
Oktober 10, 2009
Kategorien: Gedanken, Poesie . . Autor: nicolaieckerlein . Kommentare: Kommentar schreiben
Laufe die Straße entlang
Laufe die Straße entlang
Laufe die Straße entlang
Biege ab in den Gang, den Hausflur, demitour übers Geländer
und lande im Garten, kurz warten, und weiter nach draussen,
sausen Autos auf der Überholspur,
ich spring auf den Rand vom Rinnstein, wieder Kind sein, tic-tac,
über pfosten, kurz rasten und rostende regenrinnen nach oben, passe muraille über mauer und [...]
Dezember 16, 2008
Kategorien: Poesie . . Autor: nicolaieckerlein . Kommentare: 1 Kommentar
touch, touch, touch,
toshou__
touche! x ich lass die
tusche vom herz in die hände fließen
x [...]
Dezember 2, 2008
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Mein Name ist Janus Zwillingsgestirn,
ein Gesicht an jeder Seite,
egal wie des Schicksals Münze fällt,
ich bin darauf vorbereitet
Zu Unrecht heißt ihr mich Wendehals,
Wortverdreher und Lüger.
Ich schau aus dem Spiegel auf euch herab,
eure Unwissenheit macht mich klüger
Nur weil immer ehrlich bin,
nicht wie ihr, nennt ihr mich verlogen?
Ich treib es mit dem Lauf der Welt
und hab mich noch [...]
November 25, 2008
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Früh am Morgen aus den dunklen Tannen heben weise Schleier sich ans Licht
vom fernen See den Frühnebel zu bannen, ehe Novembersonne hell durchbricht
die kalten, weiße Wolkendecken, dem Zelt ein Wandersmann entsteiget,
klaubt sich vom Sack, Gesträuch und Zecken, und wie sein drückend Gähnen zeiget
wie Axt klopft’s in den Ohren ihm, war abends wohl zu schwer der [...]
November 21, 2008
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Ja, du bist ein Monster, und ich hab dich dazu gemacht,
Zähne, Krallen, harte Worte, aus der Finsternis der Nacht!
Weiche, wehe, wildes Tier, das ich mit Panik in den Augen sah,
bleibt fern, weit weg und fort von mir, komm mir ja nicht zu nah!
Die Tage deiner Kindheit, sie waren wohl voll großem Schmerz,
durch deiner Eltern Eiseskälte, [...]
November 18, 2008
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Sieben Menschen
Ein Viertel von mir kann wunderbar kochen,
Ein Viertel von mir hat die Heimat verloren,
Ein Viertel von mir ist ein geschickter Geschäftsmann,
Ein Viertel von mir sammelt und hortet Papier.
Ein Viertel von mir hat ein fröhliches Lachen,
Ein Viertel von mir ist mir immer ein Rätsel,
Eine Hälfte von mir verliert sich in seinen Träumen,
Eine Hälfte von mir [...]
November 17, 2008
Kategorien: Poesie . . Autor: nicolaieckerlein . Kommentare: Kommentar schreiben
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a baby in a purple shell
Blicklos funkeln Kinderaugen
Dunkles Netz, dein Feenbett
Im lila lalelu nach Weisheit blätternd
In Nabelschnur’s Verstrickung suchend
Im Samadhi-Tank der Möglichkeit ertrunken,
Im Dunkeln leuchten, dass Innen nicht nach Aussen dringt?
Freund spricht einer, brich die Schale auf!
Lass aus dem Ei das Kindergift, die bösen Säfte heilsam fließen
so dass aus Aderlassgeburt, aus Spalten, Rissen,
Blätter sprießen und [...]
Oktober 27, 2008
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