Selten treffe ich Menschen ausserhalb von Momenten
die Überlappung von Stimmen in der U-Bahn, in Gesprächen verborgene Wortschätze
die Überlappung von Schweigen in der Galerie, in schwarzer Ölfarbe auf 79×79 cm fixiertes Satori
die Überlappung von Körpern beim Orgasmus, in Neurotransmittern codierte Verzückung
Doch schon nach wenigen Augenblicken ist die Farbe getrocknet und ich kehre auf die Leinwand zurück [...]
November 26, 2008
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Aus Hiob Montag – „Aufzeichnungen über die Familie“
Mein ältester Bruder Andres, war mir lange Jahre der einzige Vertraute. In der Aussenwelt teilten wir uns das Schicksal des Zigeuners, des Leprakranken, des Omega-Tieres, des Sündenbocks. Nach Innen verband uns die Phantasie, der kindliche Traum von der ritterlichen Liebe und die Sehnsucht nach nackter Weiblichkeit, Trugbilder aus [...]
November 25, 2008
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Mein Name ist Janus Zwillingsgestirn,
ein Gesicht an jeder Seite,
egal wie des Schicksals Münze fällt,
ich bin darauf vorbereitet
Zu Unrecht heißt ihr mich Wendehals,
Wortverdreher und Lüger.
Ich schau aus dem Spiegel auf euch herab,
eure Unwissenheit macht mich klüger
Nur weil immer ehrlich bin,
nicht wie ihr, nennt ihr mich verlogen?
Ich treib es mit dem Lauf der Welt
und hab mich noch [...]
November 25, 2008
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Ein Augenblick, ein zartes Braun, ein Funkeln schlägt nach meinem Sinn
und mich in Bann
Ein Windhauch – fort das scheue Reh, wo bist du hin?
Unter meiner dünnen Haut entflammt mit einem Mal die blut’ge Luft
Wie Strom beginnt das Uhrwerk mir zu flimmern,
Erinner mich an Schnee und Lachen, deine Augen…
Und schlag im Lebensbuch, die nächste Seite auf…
November 24, 2008
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Früh am Morgen aus den dunklen Tannen heben weise Schleier sich ans Licht
vom fernen See den Frühnebel zu bannen, ehe Novembersonne hell durchbricht
die kalten, weiße Wolkendecken, dem Zelt ein Wandersmann entsteiget,
klaubt sich vom Sack, Gesträuch und Zecken, und wie sein drückend Gähnen zeiget
wie Axt klopft’s in den Ohren ihm, war abends wohl zu schwer der [...]
November 21, 2008
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Ja, du bist ein Monster, und ich hab dich dazu gemacht,
Zähne, Krallen, harte Worte, aus der Finsternis der Nacht!
Weiche, wehe, wildes Tier, das ich mit Panik in den Augen sah,
bleibt fern, weit weg und fort von mir, komm mir ja nicht zu nah!
Die Tage deiner Kindheit, sie waren wohl voll großem Schmerz,
durch deiner Eltern Eiseskälte, [...]
November 18, 2008
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Sieben Menschen
Ein Viertel von mir kann wunderbar kochen,
Ein Viertel von mir hat die Heimat verloren,
Ein Viertel von mir ist ein geschickter Geschäftsmann,
Ein Viertel von mir sammelt und hortet Papier.
Ein Viertel von mir hat ein fröhliches Lachen,
Ein Viertel von mir ist mir immer ein Rätsel,
Eine Hälfte von mir verliert sich in seinen Träumen,
Eine Hälfte von mir [...]
November 17, 2008
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Allzeit bereit, nen kurzen Spruch, als Vorbild ich mir nehm,
ich schreib ihn auf, denk drüber nach, sei er auch unbequem
Geb diesem Leben Zweck und Ziel, hab Freunde weit und breit
beim heilger Ernst, beim frohen Spiel, allzeit, allzeit bereit!
Allzeit bereit, ich werd nicht zu fliehn, die Augen nicht verschließen
lass vom Leben mich nich runten ziehn, werd [...]
November 14, 2008
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moha?
ahamkara?
trshnâ ?
dukkha ?
maitrî ?
namaste
jagatyam yagat
November 12, 2008
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erzählt von Peter Pan, während er mit Wendy auf dem Fensterbrett des Kinderzimmers des Hauses Darling sitzt:
Auch wir waren drei Kinder, zwei Mädchen, Janina und Jelena und ein älterer Bruder – ich, Nicolai oder Janosch, oder Chep Canario oder Hiob Montag oder Taube oder Place oder Fräulein Eckerlein oder Mercurio oder Eugen Balanskat oder Ozan [...]
November 10, 2008
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