Kommuniques aus dem urbanen Urwald

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Wintergarten, drinnen eine Bibliothek

touch, touch, touch,
toshou__
touche! x ich lass die
tusche vom herz in die hände fließen
x werd den klappen-
text vom einband
in die erste beiden
bände gießen
x dass
von den buchdeckeln
blätter &
von den wänden sprießen
& zwischen
diesen
zwischen-
wänden

werden Gedanken, deren Spuren im Dickicht der räume schwer zu folgen ist,
zwischen-
zu blüten
aufgefaltet:
Seelen-
Origami

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Der Wald pflanzt Hölzer in mein herz

Fünf Grashalme

an den Straßen

ein Bündel gemeinsamer Zeit

eingelagert in den Zellen

Ritzen zwischen Steinen

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Quillt

über

voll

Ich habe zu viel gelesen an diesem Wochenende.

Tinte diffundiert durch meine Poren nach aussen, fließt durch die Rillen meiner Fingerabdrücke und hinterlässt auf mir einen deutlichen Abdruck meiner Selbst.

So dass ich mich letztendlich selbst lese.

In den Text hinein und aus ihm heraus.

Gesammelt.

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Gefrierfeuer

Mein Schweigen ist Agression ohne Ventil?

Angst fesselt und knebelt mich.

Das laute Geräusch erstickt im Keim.

Flüchtest du vor meiner Wut?

Darf ich laut sein?

Darf ich auf mein Herz pochen und über meine Brust schlagen?

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Trinity.. once again

Du erzählst mir von Tuareg und Dünen.
Lese deine Texte von Mauern und Sand.

Bin spröde wie steinige Wüste.
Wind. Ich.

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ME

Ihr bedeutet mir inzwischen wenig. Früher hat eure Macht mein Leben gestaltet. Heute seid ihr keine Bezugspunkte mehr, vielmehr Prägestempel meiner Geschichte. Ich bin aus euch herausgewachsen und meinen Augen in die Ferne gefolgt.

Ich habe mich schon immer in die Ferne hineingelesen. Die Räumlichkeit meiner Heimat entsteht durch das Widerhallen in Worten. Leider viel zu selten. Its a cage world. Tacet. Tacet. Tacet. Meine Identität sind meine Gedanken.

Umfeld. Meine aktuelle Stadt ist mein ewiger Wald. Das ziellose, kreisende Wandern, bis mein Auge, mein Ohr, mein Körper an etwas hängenbleibt, das mich spiegelt.

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Mascha Kalenko – Kleine Ausseinandersetzung

Du hast mir nur ein kleines Wort gesagt,
Und Worte kann man leider nicht radieren.
Nun geht das kleine Wort mit mir spazieren
Und nagt …

Uns reift so manches stumm in Herz und Hirn,
Den andern fremd, uns selbst nur nah im stillen.
Das schläft, solang die Lippen es verhüllen,
Entschlüpft nur unbewacht, um zu verwirrn.

Was war es doch? Ein Nichts. Ein dummes Wort …
So kurz und spitz. Leis fühlte ich das Stechen.
In solchen Fällen kann ich selten sprechen,
Drum ging ich fort.

Nun wird ein Abend wie der andre sein,
Sinnlos mein Schweigen, ziellos mein Beginnen.
Leer wird die Zeit mir durch die Finger rinnen.
Das macht: ich weiß mich ohne dich allein.

… Ich muß schon manchmal an das Ende denken
Und werde dabei langsam Pessimist.
So ein paar kleine Silben können kränken.
- Ob dies das letzte Wort gewesen ist?

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S. – Front gegen Beleuchtung und Nachbearbeitung

„Manchmal schaut mich ein Bild an, wie aus der Ferne; aus einer ruhigen Vergangenheit. Ein sanftes Gesicht, das im Grunde nur träumen möchte. Aber es irrt, irrt umher, verzerrt, lacht und schreit und weint – endlich träumt es wieder mitten im Tag. Dann ist alles Angst geflohen. Unverrückt stehe ich vor dem Spiegelbild (ich selbst), und in diesem Augenblick, in einem kleinsten Teil dieses Anschauns, Gegenwärtigseins: kann nichts geschehen.“

und doch alles

„Nur äußerst vorsichtig, und niemals mit der Absicht, an jenen Augenblick zu denken, konnte es geschehen, daß plötzlich, während man nachsann – man wußte nicht genau wem, und weiß es auch später nicht genau, so wie wenn man vor sich hin träumte -, irgendetwas erinnert wird. – Etwas anderes ist es aber, gern an etwas zu denken, oder eigentlich keinen Grund, an etwas zurückzudenken, zu haben und keinen Grund zu sehen, und sich dennoch daran zu erinnern,“ (beide Renato Arlati)

Es ist ein Fallen
ein auf-die-Nerven-fallen
Ein HINeinfallEN
ein VERfallEN
dem Gefühl zu fallen, ge-ver-hin-fallen
verfallen der unSICHERheit
aber auch dem wunsch nach träumen

jeder mensch hat eine vergangenheit.

vor dem fenster regnet es und es ist dunkel.

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Wille

Ich will dich hinaus aufs weite Feld jagen,
Hauptsache du rennst!

Meine Zähne in dein Fleisch schlagen.
Dich niederwerfen, Wiederkäuen, Ausspucken, Einatmen.

Dich einsperren, verschnüren und in meinen Bann schlagen.
Aufheben, einkreisen, und zum Sprechen bringen.

Dich wie ein Aspirin auflösen, ver- und zuhören, dich verführen.
In dich eindringen, mich festbeißen und dich ausbluten.

Auf die Knie zwingen, anschlagen, aufreiben.
Und meine Worte in dein Herz, und meine Namen auf die Haut schreiben.

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Sookee – Blicke wie Feuer

es hat keine bedeutung welches auge schneller war
und es zählt keine zeit ob ein jahr kaum ein tag
spannungsbögen und elektrizität
in der luft in den adern zu sehen was entsteht

vertrauen aus der ewigkeit vertrauen aus dem nichts
wenn diese stimme fast lautlos spricht
die warme nacht und kaum noch ein licht
aber hitze im innern die nach draußen bricht

alle sinne fließen in eine richtung
es gibt nur diesen wunsch es gibt keine verpflichtung
alles ringsum surrt nur leise im off
und es wächst der impuls der gleißend pocht

drama und neugier erfüll’n ein universum
um wenn auch immer sich’s hier handelt es ist niemals verkehrt rum
denn diese sache verdient einfach release
es ist völlig egal wer wen hier liebt

hook:
dis is’ wow und flirty – blicke wie feuer
dis is’ down und dirty – es gibt nix zu bereuen
die eine haut erhitzt die andere
dis is’ wie zwei sich ineinander verwandeln

alles was sich anbahnt veRführt zusamm’
dieser weiche mund der so süßes kann
einatmen ausatmen alles geht tief
jede kleinste berührung ist achtsam und deep

diese hand scheint überall zugleich zu sein
dis is’ der opener für kinky shit gemeinsamkeit
welch glück für die phantasie befreit zu sein
eine metaperspektive für zeit zu sein

von oben sieht alles so schön aus wie es sich auch anfühlt
erfahrungswelten die sich aus sich selbst heraus heranführ’n
mit jeder sekunde die vergeht wächst der rausch
dis is’ ein highlight für die physis für die seele auch

alles zittert vibriert kribbelt bebt und jauchzt
dis euphorische finale besteht darauf
noch ein tick nach vorn und die zeit bleibt steh’n
nur noch der wunsch an den moment niemals vorbeizugeh’n

[hook]

kraft und spannung sind fort alles ist leicht
kein begriff hat die bedeutung dass ein wort jemals reicht
es genügen auch nicht tausend oder weit mehr wörter
dis blut verteilt sich wieder gleichmäßig immer körper

dis lächeln im gesicht beschreibt stunden im detail
der speicher fasst die revue dieser wunderbaren zeit
die zukunft ist bereichert durch die schöne erfahrung
denn sie übertrifft auch die größte erwartung

erschöpfung bringt neue energie hervor
es spricht nichts dagegen wie ein widerwort
die freude an der sache bringt den fluss zum fließen
dis besondere daran ist den genuss zu genießen

bilder die entsteh’n sind frei von ‘nem maßstab
genau aus diesem grund brauchen die verses ‘nen nachtrag

http://www.youtube.com/watch?v=QCbmIYaCM2E

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Ein Baum

Ich nasch ein bischen Wärme
von deinen Lippen,

während das Seil zwischen meinen Beinen
mich aufrichtet.

Eine Schritt,
ein Drehung,

Mein Gewicht verschwindet im Seil,
und meine Anspannung verwurzelt sich in mir.

während meine Blicke wie Äste durch sein Gesicht streifen.
Unsicher überlegt er.

Du wendest dich zu ihm,
ihr zeigt euch eure Knoten.

Meine Augen lächeln.
Mein Blut flutet meine Hände,
mein Herz füllt sich.

http://www.youtube.com/watch?v=upo8ZFo5Gtg

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